Mein Name ist Marie, ich bin 22 Jahre alt und komme aus dem wunderschönen Rheinland


Zu meiner Geschichte:


für mich ist eine ausbalancierte, gesunde Ernährung und Bewegung essenziell geworden.

Das war tatsächlich schon von Grund auf kaum anders.

Ich bin zu einem großen Teil bei meiner Großmutter aufgewachsen, welche immer Wert auf gute, ausgewogene

Küche gelegt hat.


Wenn ich bei ihr war, sind wir viel an der frischen Luft spazieren gegangen,

genossen die gemeinsame Zeit in ihrem Garten.

Obst und Gemüse gab es bei ihr zu Hauf und ihr war es wichtig,

dass wir täglich viel davon essen. Das Ei zum Frühstück und Fleisch zu jedem

Mittagessen und Joghurt zum Abendessen, legten wohl den Grundstein zu meiner heutigen

proteinreichen Lebensweise.


In meiner Jugend hat sich dies aber tatsächlich auch geändert....

da ich von zu Hause aus, auch bei meiner Mutter kaum Süßigkeiten aß,

war das in der weiterführenden Schule für mich super interessant.

Führte für mich jedoch dazu, dass ich daran regelrecht überfressen habe.

Dank meines aktiven Lebensstils, habe ich trotz allem mein Gewicht gut halten können,

war aber dennoch unzufrieden mit mir selbst, da ich mich immer

mit anderen Mädchen aus meiner Klasse verglich, die teils super schlank waren.

Von einigen weiß ich heute, dass sie schon früh eine Essstörung entwickelt hatten

und es für sie auch keine Leichtigkeit gewesen ist.


So kam es, dass ich meine erste Diät begann und ich kann mich auch noch genau

daran erinnern. Es war eine Art Saftkur (hatte man ja irgendwo mal von gehört)

Da ich viel trinke, waren es mehrere Liter Saft, die ich täglich trank.

Nach einigen Tagen, merkte ich, dass sich rein gar nichts tat und brach ab.

Das lag daran, dass Saft super viel Zucker und Kalorien enthält und ich dadurch kein

Defizit erreichte.


Schlichtweg wusste ich es einfach nicht besser und probierte mich an eine Diät,

die sogar funktionierte. Literweise Ingwertee, der ja schließlich den Stoffwechsel

ankurbeln soll und man dadurch mehr verbrennt. So der Grundgedanke.

Wenn ich mich recht erinnere, waren es etwa zwei Kilo, die ich dadurch verlor.

Nach heutigem Wissen, lag das allerhöchstens daran, dass mir von dem Zeug

auf Dauer so schlecht wurde, sodass ich kaum noch irgendetwas essen konnte.


Richtig zufrieden war ich aber immer noch nicht.

Ich lernte meinen ersten Freund kennen und über die Jahre

folgten hin und wieder solche Diätversuche, wobei ich mein Gewicht

immer hielt und all das nie etwas gebracht hat.

Für mich war es dann irgendwann auch irrelevant und das hielt auch erstmal an.


Nachdem meine erste Beziehung dann zu Bruch ging, isolierte ich mich wochenlang,

ging kaum raus, bewegte mich wenig und aß von morgens bis abends.

Zeitweise trank ich auch fast täglich Alkohol.

In diesen 10 Wochen, nahm ich insgesamt 15 Kilogramm zu.


Nach den ersten 7 Kilo, habe ich es beim Anziehen bemerkt und mir

war bewusst, dass ich so nicht weiter machen kann.

Ich wusste inzwischen, was Kalorien sind und wie abnehmen im Grundsatz

funktioniert. Jedoch entschied ich mich dazu, auf schnellstem Wege Gewicht zu verlieren.

Also nahm ich jeden Tag nur noch etwa 1200 Kalorien zu mir.

Rasch habe ich ein paar Kilo verloren, doch dann stagnierte die Zahl auf der Waage.


Ich war so gefrustet, hatte Heißhungerattacken und große Essanfälle.

Dies brachte mich ganz schnell wieder an den Anfang und ich es waren noch

8 Kilo zusätzlich. Noch nie in meinem Leben habe ich mich so undiszipliniert und unwohl

gefühlt. Jetzt musste endlich eine Lösung her.

Also zog ich die Crashdiät strickt wieder durch, ignorierte dabei Warnsignale, wie

brüchige Nägel, Haarausfall, Akne, Stimmungstiefs und das ständige Hungergefühl.

Gegessen habe ich nur noch als ich alleine war und dann immens große Mengen

volumenhaltiger Lebensmittel, um dann doch wieder hungrig schlafen zu gehen.


Es hat ein paar Wochen gebraucht, dann war ich super stolz:

durch den Kraftsport war ich so definiert wie nie und die Zahl auf der Waage stimmte auch.

Da war nur eins... meine Periode verschwand.

Fast ein Jahr lang hatte ich keine Regelblutung mehr.

Die Diagnose meiner Frauenärztin rüttelte mich endlich wach.

An meinem 21. Geburtstag hatte ich einen Termin bei ihr.

Sie sagte mir, dass es für mich sehr unwahrscheinlich wäre, jemals auf natürlichem Wege

ein Kind zu bekommen. Das war mein schlimmster Geburtstag und hat mir gezeigt,

was ich meinem Körper damit angetan hatte.

Dauerhaft unter meinem Grundbedarf (die Menge Kalorien, die mein Körper

rein zum Erhalt lebenswichtiger Funktionen braucht) zu essen, hat mich so

geschwächt, dass die Produktion neuer Eizellen eingestellt wurde.


Meine Hormone sind mehr als ein einziges Chaos und das trage ich mein

Leben lang davon.


Heute bin ich froh, dass ich endlich einen gesunden Mittelweg gefunden habe.

Ich ernähre mich ausgewogen, proteinreich, mache meinen Sport wieder, weil er mir

Spaß macht und nicht um mir mein Essen zu verdienen.

Auch Süßigkeiten und Fast Food lassen sich ab und an in den Alltag integrieren.

Das ist die Balance, die ich jahrelang gesucht und nach langem Weg und großen

Fehlern gefunden habe.


Psychisch habe ich trotz allem in den letzten Jahren sehr gelitten und es gibt

auch heute noch Tage, an denen es mir schwer fällt.

Dafür kann ich nun sagen, dass ich glücklicher bin, als ich es je war und dass

ich froh bin, mich in diesem Punkt meiner Familie und meinem Partner gegenüber geöffnet

zu haben, sodass diese Verständnis zeigen.


Mein Ziel ist es, so vielen wie möglich zu helfen und vor solchen gravierenden

Fehlern zu bewahren. Ich zeige auf meinen Kanälen, wie man es schaffen kann,

einen gesunden Lebensstil in den Alltag zu integrieren. Teile Tipps auf dem richtigen

Wege langfristig abzunehmen und schlussendlich auch zu halten.


Das ist unser gemeinsamer Safespace, wo wir uns untereinander austauschen können und

ihr jederzeit ein offenes Ohr findet.

Frei von Frust, Verzicht und niemals endendem Diät Kreislauf.

Für einen gesunden, glücklichen Lebensstil


Eure Marie